
Baufälliges Schulgebäude
Die Schule führt einen Kindergarten, Primar-, Sekundarschule und Gymnasium. Die zwei letzten Klassen vor der Matura mussten bisher in einer anderen Schule absolviert werden. Das Schulgebäude aus den 50er-Jahren ist baufällig und bietet nicht mehr genügend Platz. Rechtzeitig auf das Schuljahr 2012/2013 kann das neue Schulgebäude bezogen werden. Es wurde mit Geldern aus der EU finanziert. Für die Inneneinrichtung jedoch muss die Ter ra Sancta-School selbst aufkommen.
Tiefe Lehrerlöhne
Die Schulkosten inklusive Schulkleidung und Bücher betragen pro Schüler im Jahr 580 Euro. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten im ersten Jahr des Schuldienstes ein Monatssalär von etwa 415 Euro. Mit den Jahren steigt dieses etwas an, doch eine Krankenversicherung oder Pensionskasse haben sie nicht. Der palästinensische Staat steuert nichts bei, hat aber ein grosses Interesse am Weiterbestehen der Schule. Gemäss Pater Ibrahim ist diese Schule, in der christliche und muslimische Kinder gemeinsam die Schulbank drücken, ein Ort des Friedens in der Heimat Jesu.
Probleme mit dem Schulgeld
Zahlreichen Familien ist es nicht möglich, das Schulgeld zu bezahlen. Es ist ihnen jedoch
wichtig, dass sie ihre Kinder in eine gut geführte Schule schicken können. Die Zukunft jedes Landes liegt in den Händen der heutigen Kinder; deshalb ist eine solide Schulbildung von grösster Bedeutung.
Projekte - Palästina
- Jericho: Unterstützung der Schüler und Schülerinnen
- Khan Younis, Gaza-Stadt: Ausbildungsbeitrag für angehende Elektriker
- Beit Sahour: Arabisch-orthodoxer Fussballclub
- Beit Sahour: Holy Child Program
- Bethlehem: Familienzentrum der Franziskaner-Schwestern
- Gaza: Atfaluna - Verein für gehörlose Jugendliche
Jericho: Unterstützung der Schüler und Schülerinnen
Khan Younis, Gaza-Stadt: Ausbildungsbeitrag für angehende Elektriker

Das steigende Bedürfnis an qualifizierten Handwerkern im Gazastreifen hat Sami El-Yousef, Regionaldirektor der Pontifical Mission in Jerusalem, bewogen, uns das folgende Projekt zur Unterstützung zu empfehlen:
Qarrarah Vocational Training Center (VTC)
Das Ausbildungszentrum liegt in Khan Younis, ein Dorf etwa 20 Kilometer südlich von Gaza-Stadt. Es wurde 1982 gegründet, um dem Bedürfnis nach gut ausgebildeten Elektrofachkräften nachzukommen. Es bietet einen zweijährigen Elektronik- und Elektromotorenwickler-Kurs an. Die Teilnehmer sollten die Grundschule abgeschlossen und eine Aufnahmeprüfung bestanden haben. Die Lehrlinge sind zwischen 16 und 23 Jahre alt und stammen aus dem ganzen Gebiet des Gazastreifens. Neben den technischen Fächern werden sie auch in Physik, Mathematik und Englisch unterrichtet. Während der Lehrzeit nehmen sie in verschiedenen Werkstätten an Workshops teil, um sich mit dem Markt vertraut zu machen. Jährlich nimmt das Zentrum 22 bis 24 neue Auszubildende auf.
Das Ausbildungsprogramm berücksichtigt die aktuelle Marktlage. Deshalb wird mit Materialien gearbeitet, die gerade erhältlich und erschwinglich sind. Es ist besonders wichtig, dass die Lehrlinge lernen, mit dem zu arbeiten, was ihnen der Markt gerade bietet. So wird der Unterricht dynamisch angepasst. Gut ausgebildete Lehrkräfte vermitteln den jungen Männern das nötige Berufswissen, damit sie selbstständig arbeiten und aktiv beim Wiederaufbau mithelfen können. Möchten auch Sie, liebe Spenderinnen und Spender, junge Elektriker fördern?
Beit Sahour: Arabisch-orthodoxer Fussballclub

Der "Arab-Orthodox Club-Beit Sahour" wurde 1963 als Non Profit-Organisation für Jugendliche in Beit Sahour gegründet. Er zählt rund 2000 Mitglieder im Alter zwischen 18 und 75 Jahren und ist zurzeit der grösste Club in der Gegend. Es werden verschiedene Sportarten wie Fussball, Tischtennis, Volleyball und Basketball angeboten. Für christliche Jugendliche, die es sich nicht leisten können, sich mit Gleichaltrigen zu treffen und Sport zu treiben, dient dieser Verein als wichtiges Ventil. Der Verein veröffentlicht auch ein Magazin, das vierteljährlich erscheint.
Derzeit zählt der Club drei Fussballmannschaften, bestehend aus 60 Spielern und einem weiblichen Fussballteam mit 25 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Die Teams nehmen jährlich an zahlreichen Veranstaltungen und Turnieren teil und können sich mit Gleichaltrigen auf dem Fussballplatz messen. Leider müssen sie für die Kosten wie Transport, Teilnahmegebühren, Verpflegung usw. selber aufkommen; doch leisten können es sich die wenigsten. Vor allem die Transportkosten für alle Spieler können ins Geld gehen. Weitere Mittel braucht es für den Kauf oder die Reparatur von Fussballleibchen, Bällen, Trainingsgeräten und die Miete für das Fussballfeld.
Der arabisch-orthodoxe Club von Beit Sahour kann für seine Schützlinge jährlich bis 5000 USD aufbringen. Das reicht nicht, denn es sind rund 90 neue Trikots, Taschengeld für die Trainer und die Fahrer nötig. Diese bringen, betreuen und verpflegen die Kinder an Veranstaltungen.
Beit Sahour: Holy Child Program
Spätestens nach drei Jahren müssen sie stabilisiert in die reguläre Schule zurück. Einzelnen werden Lehrstellen in der salesianischen Handwerkerschule vermittelt. Ungefähr die Hälfte dieser Kinder sind Christen, die andere Hälfte Muslime.
Wir besuchten auf unserer Projektreise das Holy Child Program in Beit Sahour im Palästinensischen Autonomiegebiet. Familiäre Spannungen, politische Ungerechtigkeiten oder Todesfälle erschweren diesen jungen Menschen, dem offiziellen Schulunterricht konzentriert zu folgen.
Zwölf Personen (Lehrer, Sozialarbeiter, Familienberater und eine Krankenschwester) betreuen die 30 Kinder in dieser speziellen Schule mit viel Liebe und Hingabe. Mit Musik, Tanz, spielerischen Umgangsformen und dem geregelten Tagesablauf nehmen sie den Kindern viel Druck weg. Auch die Eltern werden in diesen Prozess einbezogen. In Gesprächen klärt der Familienberater die Ursache der Probleme. Die soziale und spirituelle Erziehung ist wichtig. Täglich beten die christlichen und muslimischen Kinder miteinander. Hinter dem Haus ist ein Platz, wo die Kinder für ihre lieben Verstorbenen einen Rosenstrauch pflanzen können. So lernen sie mit dem Tod und der Traurigkeit umzugehen.
Damit diese Schule bestehen kann – sie wird vom Staat nicht unterstützt, obwohl sie ihm eine wichtige Aufgabe abnimmt – ist das Holy Child Program auf Spenden angewiesen. Wir geben diesen Kindern eine Chance, damit sie einer lebenswerten Zukunft entgegengehen können.
Bethlehem: Familienzentrum der Franziskaner-Schwestern
Das Familienzentrum hat Bildungsprogramme für Kinder geschaffen, und Familien wer den beim Wiederaufbau oder bei der Sanierung ihrer Wohnungen unterstützt. Schwester Maria Grech, Direktorin des Zentrums, hat sich an den Schweizerischen Heiligland-Verein gewendet. Sie bittet um Mithilfe bei der Sanierung vor allem von Wohnräumen von Bethlehemer Familien mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

Viele Wohnungen sehen desolat aus. Die hygienischen Verhältnisse sind schlimm und können Krankheiten auslösen. Im Vordergrund steht die Erfüllung von dringenden Grundbedürfnissen. Dank diesen Massnahmen können Wohnsituation und Hygiene verbessert werden.
Gleichzeitig wird Arbeit geschaffen in einem Gebiet, wo die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist. Zahlreiche Familien haben ihre Einkommensquelle verloren. Junge Arbeitskräfte (Maurer, Maler, Elektriker, Sanitärinstallateure, etc.), die sich mit Auswanderungsgedanken tragen, können zurückgehalten werden, in dem sie am Wiederaufbau und an der Sanierung von Wohnungen beschäftigt werden. Damit können sie sich ein kleines Einkommen für ihre teils grossen Familien sichern. Seit der Gründung des Familienzentrums konnten mit diesem Programm bereits 154 Handwerker beschäftigt werden.
Gaza: Atfaluna - Verein für gehörlose Jugendliche
Verein "Atfaluna" gegründet
1992 wurde "Atfaluna" gegründet; der Verein bietet hörbehinderten Jugendlichen eine Chance, sich in der Gesellschaft zu integrieren, um eine Zukunft fern von Isolation zu finden.

"Atfaluna" hat Modellcharakter
für den Nahen Osten. Er betreibt neben einem Schul- und Ausbildungszen trum Programme zur Erwirtschaftung eines eigenen Einkommens, Sprach- und Sprechtherapien. Er bietet medizinische und soziale Dienste an für Hörgeschädigte und ihre Familien. Direktor Nabil Elsharif hat uns ein Projekt für im Gazastreifen lebende Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahre ans Herz gelegt. Empfohlen hat uns diese Institution die Pontifical Mission in Jerusalem, mit der wir schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten.
Eine Folge des Krieges
Viele Kinder verlieren ihre Hörkraft durch die Detonationen während der israelischen Bombardements. Hörgeschädigte Jugendliche begegnen vielen Problemen, auf die sie ihre herkömmliche Schulbildung und Erziehung nicht vorbereiten kann.
In der ersten Phase finden Gruppengespräche und Hausbesuche statt, um Unterrichtsmassnahmen für die Jugendlichen abzusprechen. Anschliessend führen Audiologen, Erzieher, Berater und Psychologen mit den Jugendlichen und ihren Eltern Workshops durch. Die Themen: Bildung und Sozialkompetenz sowie die Gefühls- und Verhaltenswelt der pubertierenden Jugendlichen.
In der zweiten Phase finden folgende Aktivitäten für die hörbehinderten Jugendlichen statt: Interaktive Workshops und Vorlesungen, fokussiert auf Emotionalität, Verhalten, Psychologie und soziales Verhalten, Stärkung des Hygienebewusstseins, Gesundheitspflege. Die Projekte dauern insgesamt vier Monate.
Geld für die Finanzierung
Um diesen Unterricht zu realisieren, benötigt "Atfaluna" finanzielle Unterstützung für die beratende Vorarbeit, Sozialarbeiter, Unterrichtseinheiten in fliessender palästinensischer Gebärdensprache, ausgebildete Begleitpersonen, Projektkoordinatoren, Ausrüstung und Raummiete, Verpflegung, Drucksachen und Transport.
Mit geringen Mitteln ist es möglich, grosse Resultate zu erzielen.



