
Kinder aus zerrütteten Familien
Die meisten Kinder kommen aus zerrütteten Familien und erhalten zu Hause keine eigentliche Erziehung. Da sie sich in der Schule nicht konzentrieren können, sind ihre Noten in den meisten Fächern ungenügend. Sie werden deshalb oft ausgelacht und fühlen sich ausgegrenzt. Zu Hause kümmert sich niemand um sie. Deshalb suchen sie die Bestätigung in einer für sie ungeeigneten Umgebung, in Banden oder bei Drogenabhängigen. Es besteht die Gefahr, dass sie von kriminellen Kreisen ausgenützt und später straffällig werden könnten.
"Nacherziehung"
Deshalb bietet "Haus Gnade" diesen Kindern eine Tages- Ersatzstruktur mit Regeln an. Im Angebot sind schulische Nachhilfestunden, Kurse für Computer, Sprachen, Mathematik und Sport (hauptsächlich Fussball, Turniere mit andern Gruppen).

Regelmässiger Erfahrungsaustausch
Die ausgebildeten Leiterinnen und Leiter tauschen sich nach Abschluss der Kurse regelmässig aus. Zusammen mit den Kindern erarbeiten sie eine Bewertung über Erfolg, Misserfolg und ihr Benehmen.
Die Jugendlichen finden in "Haus Gnade" einen Ort, wo sie willkommen und angenommen sind und sich entfalten können. Das Ziel ist, ihnen das Wissen und die Erfahrung mitgeben zu können, dass jeder Mensch wertvoll ist und einen Platz in der Gesellschaft verdient.
Dass diese jungen Menschen sich selbst finden und spüren, dass sie nicht nur nehmen, sondern auch geben können, zeigt sich in ihrem Engagement in der Freiwilligenarbeit. Dort haben sie die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Hilfsaktionen einzubringen. So werden sie schon früh zu einer wertvollen Stütze in der Gesellschaft.
Projekte - Israel
- Israel: Haifa - Jugendprojekt in "Haus Gnade"
- Jerusalem: Schulische Entwicklungshilfe für Jugendliche
Israel: Haifa - Jugendprojekt in "Haus Gnade"
Jerusalem: Schulische Entwicklungshilfe für Jugendliche
Der Vorsteher, Bruder Anthony Albert Alonzo, stellt uns folgendes Projekt für Studenten mit erheblichen Lernschwierigkeiten vor. Daran können gegen 150 SchülerInnen im Alter von 5 bis 15 Jahren teilnehmen. Wegen ungenügender Finanzen können leider nur knapp 40 Prozent der Notfälle berücksichtigt werden.

Ein Team von internen und externen Experten, Beratern und Lehrern der Schule sucht zusammen mit den Eltern nach den sozialen und familiären Ursachen der Lernschwierigkeiten. Nach einer effizienten Diagnose legen sie Lehrplan und Entwicklungsprogramm sorgfältig und mit viel Einfühlungsvermögen fest. Verhaltensstörungen und emotionale Probleme haben verschiedene Ursachen. So werden unverschuldete Unterentwicklung der mentalen Fähigkeiten, Lernschwierigkeiten im Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen, Denken und Rechnen mittels positiver Beeinflussung der Gehirntätigkeiten verringert. Diese Kinder besitzen eine durchschnittliche bis überdurchschnittliche Intelligenz. Doch ihr Gehirn verarbeitet Informationen ungewohnt. Auch soziale Missstände und psychische Störungen durch Traumata können die Lernbehinderung noch verstärken. In Seminaren und Workshops mit Fachleuten werden diese falschen Wahrnehmungen angesprochen, gemeinsam Auswege gesucht und auch gefunden. Ist das Problem aufgedeckt, werden die nötigen Heilungsschritte gemeinsam und mit viel Geduld und Verständnis eingeleitet.
Hervorragende Pädagogen
Die Schulbrüder sind hervorragende Pädagogen. Mit einem neuen Erziehungssystem wurde ihr Gründer 1684 in Frankreich der Vater der Schulklasse und Erfinder der Volksschule mit der Muttersprache in den Unterrichtsfächern. Johannes-Baptist de la Salle errichtete Real-, Berufsund Fortbildungsschulen. Von ihm stammen die Erfolge in der religiösen Heilerziehung. Die Lehrpersonen, ausschliesslich Laien, sollen in ihrem Lehrdienst von einer Ordensgemeinschaft getragen bleiben.
Das spezielle Ausbildungskonzept-Projekt "Schulbrüder de la Salle" braucht eine Koordinatorin mit einer Gruppe von ausserschulischen, teilzeitlichen Beratern. Dafür benötigen sie zwei Vollzeitlehrpersonen, die das Projekt bis zum Erfolg durchziehen. Die Kosten betragen rund 31000 Euro. Mit einem Grundbeitrag von 70 bis 80% können die Erziehungsprogramme finanziert werden, für die Restsumme würden sie im eigenen Kreis Spender suchen.



