Gegen die Arbeitslosigkeit
Der Arbeitslosigkeit wird mit einem Berufsbildungsprojekt für Flüchtlinge begegnet. Zusammen mit den Missionsfranziskanerinnen von Maria FMM, der Berufsschule St. Josef in Zerqa Al-Jadida und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s), werden folgende Berufslehrgänge an geboten: sechs-Monate-Kurse an vier Wochentagen in Automechanik, Hotel-Management, Elektrotechnik und eine Coiffeurlehre. Der Erfolg: Viele der jungen AbsolventInnen finden eine Anstellung in Privatkliniken, Hotels, Geschäftsbüros, Schulen und Kindergärten.
Äusserst schwierige Lage
Weil die Situation der irakischen Flüchtlinge in Jordanien, Syrien, im Libanon und in der Türkei äusserst schwierig ist, stossen diese Berufsausbildungskurse auf grosses Interesse. Sie helfen den Notleidenden aus ihrer Resignation und Lethargie. Selbst wenn die wenigsten in ihr Heimatland zurückehren können, erhalten sie eine gute Grundlage, um Arbeit zu finden.

Durch die anhaltenden Wirren in ihren Heimatländern werden Schulbildung, Berufslehre und Studium vernachlässigt, Maturaabschlüsse vertagt, weil Betriebe und Universitäten immer wieder geschlossen werden.
Auch in Jordanien treten Schwierigkeiten auf: Nicht alle Eltern haben eine Aufenthaltsbewilligung. Sie mussten ihre Kinder zuhause behalten. Deshalb fehlten sie oft in der Schule und kamen in Rückstand. Dazu kommen Hemmungen vor dem Zusammenleben mit jordanischen, besser geschulten Kindern. Oft fehlten auch Transportmöglichkeiten. Aus diesen Gründen wagen sie den nächsten mutigen Schritt noch nicht.
Weil wir den beteiligten Institutionen vertrauen, hat sich der Vorstand schon im Frühling erstmals finanziell beteiligt und möchte dieses Projekt weiter unterstützen. In Jordanien leben 750 000 Irakerinnen und Iraker, die meisten von ihnen sind sunnitische, schiitische und christliche Flüchtlinge, die Hälfte sind Kinder!



